Bislang war es so, dass die Einwohner zur Hilfeleistung wie
Brandbekämpfung oder Katastropheneinsätzen verpflichtet wurden. Eine
Feuerwehrspritze (Handdruckspritze betätigt von acht Personen) war schon
seit vielen Jahren vom Reedernschen Gut angeschafft worden. Die Spritze
wurde vom Gut gefahren, mit vier Pferden bespannt. Einen Wasserwagen und
einen Mannschaftswagen mussten die Bauern fahren. Der Strahlrohrführer war
immer der Schmiedemeister im Dorf. Dass es mit der Mannschaftsaufstellung
nicht immer so klappte lag nahe. Deshalb entschloss man sich im
Gemeindetag, eine „Freiwillige Feuerwehr" zu gründen. Das erfolgte am
11.05.1924 unter Anleitung der Brandmeister Lange und Wendt aus
Schwedt/Oder, unter dem Wahlspruch:
„Gott zur Ehr - dem Nächsten zur
Wehr."
Im
Jahre 1940 wurde dann, von Gemeinde und Gut gemeinsam finanziert, die
erste Motorspritze mit Anhänger gekauft. 1958 bauten sich die Kameraden
ein neues Gerätehaus, da das alte nicht mehr genügte. Die Heinersdorfer
Wehr erhielt 1962 einen ausgedienten Überfallwagen der Volkspolizei. 1963
bekam man einen neuen, modern ausgerüsteten LO 1800 und 1971 folgte eine
zweite TS 8 mit Anhänger.
Mit
der Eingemeindung von Heinersdorf als Ortsteil des Stadtkreises Schwedt
wurde die Wehr Kommandostelle der FFw Schwedt. Mit Wirkung vom 01.01.1982
wurde die Kommandostelle Heinersdorf wieder in FFw Ortsteil Heinersdorf
umbenannt. Als Wehrleiter fungiert nach wie vor seit 1961 der Kamerad
Behnke. Es ist somit die längste Amtsperiode eines Wehrleiters seit der
Gründung der FFw 1924. Hierfür wurde ihm die „Medaille für Verdienste im
Brandschutz" verliehen.
1984
feierte die Freiwillige Feuerwehr, Ortsteil Heinersdorf, ihr 60-jähriges
Bestehen. Sehr aktiv ist die Wehr im Feuerwehrsport, erfolgreich trainiert
konnten bei Ausscheiden wiederholt erste Plätze belegt werden.